"Ich verbinde mit diesem Buch die Hoffnung, dass die Worte darin ein weite­rer Schritt auf dem Weg sind, der Wahrheit die Ehre zu geben und damit die Macht zu entmachten. Hinter den Stand kann nun keiner mehr zurück. Das ist enorm wichtig. Ich bin sicher, dass der "Unheilige Berg" nun die Gespräche auf eine neue Ebene heben wird. Er ist ein Meilenstein in der Debatte."

Pater Godehard Brüntrup SJ

 

 

"Ich glaube, dass Sie ein wichtiges Buch geschrieben haben, gerade auch weil es an manchen Stellen "unbequem" ist."
Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

 

 

"Herausgekommen ist eine genaue und atemberaubende Analyse von Strukturen und „Kulturen“, die den Missbrauch ermöglicht haben. Ein wichtiges, hochaktuelles und spannend zu lesendes Buch!"

Claudia Igney, Vielfalt e. V.

 

 

„Es gibt nur wenige, so wie Ebba Hagenberg-Miliu, die sich dem Thema stellen und langfristig dran bleiben. Mögen aus solchen Büchern einmal Bestseller werden!"
Norbert Denef, Vorsitzender von netzwerkB

 

 

„Dieses Buch ist ein Baustein für das Projekt einer ge­samtgesellschaftlichen Aufarbeitung der Gewalt gegen Kinder und des Missbrauchs von Kindern."

Matthias Katsch, Sprecher des Eckigen Tischs

 

 

"Das vorliegende Buch ist ein Meilenstein der Aufklärung über die Miss­brauchsfälle am Aloisiuskolleg. Ohne die Betroffenen, die darin sprechen, ist die weitere Aufarbeitung nicht möglich. "

Heiko Schnitzler, Geschäftsführer des Eckigen Tischs

 

 

 

"Das Buch vermittelt im Unterschied zu den wissenschaftlichen Studien über den Missbrauch am Aloisiuskolleg die Ich-Perspektive der Betroffenen. Es wird bei uns im Haus eine gewichtige Rolle spielen. Es gibt keinen Schlussstrich. Für mich ist es eine Wunde, dass sich nur der frühere AKO-Rektor Pater Theo Schneider als Autor verweigert hat."

Pater Johannes Siebner SJ, AKO-Rektor

 

 

 

"Herzlichen Glückwunsch zu der Herausgeber-Leistung und auch der Gesamtleistung der  Jahre seit 2010."

Pater Klaus Mertes SJ

 

 

 

 

“Das Buch ist die erste Tat einer wirklich gerechten Aufarbei-

tung. Erstmals werden Missbrauchsopfer, die Politik und die Institution, an der sich die Taten abspielten, an einem Ort zusammengeführt, der für jeden zugänglich ist: in einem Buch für jedermann.”

Simon Kolter, 15, Chefredakteur der Schülerzeitung des Aloisiuskollegs

 

 

 

"Der "Unheilige Berg" ist ein Pionierwerk, das detailliert  Machtmissbrauch an einer deutschen Schule beschreibt."

Anselm Neft, Schriftsteller

 

 

 

„Ich finde, dass es ein großartiges Buch geworden ist.
Besonders die "Breite" der Autorinnen und Autoren beeindruckt mich und zeigt, wie gut Sie als Interviewpartnerin angenommen worden sind und in welchem Umfang Ihre journalistische Arbeit anerkannt ist."

Professor Arnfried Bintig

 

 

 

"In "Unheiliger Berg" wird der Machtmiss-brauch am Ako aus allen Perspektiven analysiert: von Betroffenen und Angehörigen, Mitschülern, Vertretern von Schule, Internat und Orden, von Politik, Justiz und Opferschutz."

Bettina Köhl, General-Anzeiger Bonn

 

 

 

"Ein hervorragendes Buch hat die Bonner Kollegin Ebba Hagenberg-Miliu da herausgegeben: Da kann man viel darüber lernen, wie im Jesuitenorden mit dem Thema umgegangen wurde und wird."

Christoph Fleischmann, Journalist

 

 

 


"... Wie sehr die Opfer auch Jahre nach dem Missbrauch noch lei-

den, hat gerade erst ein neu erschienenes Buch mit dem Titel „Unheiliger Berg“ eindrücklich dar-

gelegt."

Walter Bau, WAZ

 

 

 

 

"Das Ergreifende auf 288 Seiten sind die Darstellungen ehemaliger Opfer und ihrer Angehörigen. Ihre Scham vor Entdeckung auf der einen Seite und die perfide Vorgehensweise insbesondere des ehemaligen Schulleiters, um sich seinen Opfern anzunähern."

Philipp Königs, Bonner Rundschau

Reaktionen

Besprechung

5.0 von 5 Sternen beim Anbieter amazon

Ein merkwürdiges Buch, das sich lohnt.,

12. August 2014

Von 

Olivenhund - Alle meine Rezensionen ansehen

Rezension bezieht sich auf: Unheiliger Berg: Das Bonner Aloisiuskolleg der Jesuiten und die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals (Broschiert)

Über einen Freund, der in den 80ern Schüler des Aloisiuskollegs gewesen ist, bin ich auf „Unheiliger Berg“ gestoßen und habe mich festgelesen. Es ist ein merkwürdiges Buch: Es sieht aus wie ein trockenes Wissenschaftsbuch, ist aber weder das, noch ist es ein effektheischendes „Aufdeckungsbuch“. Vielmehr hat die Herausgeberin Texte rund um das Thema „Missbrauch an einer Bonner Eliteschule“ gesammelt und in eine Ordnung gebracht. Die Stärke des Buches besteht für mich darin, dass so viele verschiedene Menschen zu Wort kommen. Stück für Stück ergibt sich eine Gesamtschau auf das Phänomen. Anfangs fand ich das Thema gar nicht so interessant. Und wäre mein Freund nicht gewesen, hätte ich es mir vermutlich erspart. Dann war es aber so: Je mehr ich gelesen habe, desto mehr habe ich verstanden und desto spannender wurde die Sache. Ehrlich: Die Ereignisse rund um das Aloisiuskolleg lesen sich wie ein Krimi, wenn man einmal eingetaucht ist. Dabei sind die Beiträge sehr unterschiedlich: Von krassen Betroffenenberichten über nüchterne Faktenaufzählungen bis hin zu salbungsvollen Jesuitenworten und einem langen Frage-Antwort-Spiel zwischen einem Betroffenen und dem aktuellen Internatsleiter. Im letzten Teil wird die Perspektive durch die Texte von Opferanwälten und Expertinnen erweitert auf die Stadtpolitik und die gesamte Gesellschaft. Das mag jetzt geschmacklos klingen, aber man könnte aus dem Missbrauchsskandal am AKO eine vielschichtige, hochwertige US-Serie á la The Wire machen, eben weil so viele gesellschaftliche Aspekte berührt werden.
Es kommt zu ein paar Wiederholungen in dem Buch, die mich aber nicht gestört haben. Im Gegenteil: die haben mir dabei geholfen, diese erstmal fremde Welt besser zu verstehen.
Das Buch ist recht teuer, aber eben auch einzigartig. Und es ist gut aufgemacht, inklusive Literaturtipps und Register. Ich denke, jeder der sich für Macht und Machtmissbrauch, Vertuschung bzw. Ignorieren und Aufdeckung/Aufklärung interessiert, sollte einen Blick in „Unheiliger Berg“ werfen.


http://www.amazon.de/Unheiliger-Berg-Aloisiuskolleg-Aufarbeitung-Missbrauchsskandals/dp/3170251309/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1407860715&sr=8-1&keywords=Unheiliger+Berg

 

 

 

 

Claudia Igney, Vielfalt e. V. am 10.04.14:

 

Sehr geehrte Frau Hagenberg-Miliu,
ich möchte mich herzlich bedanken für das Buch. Ich ahne, wie mühsam die Herausgeberinnenarbeit und überhaupt die kontinuierliche, konsequente Recherche in diesem Feld ist. Es ist selten, dass Analysen so tief und fundiert sind und es gelingt, so viele verschiedenen Perspektiven "einzufangen".
Ich bin seit 20 Jahren im Themenfeld Organisierte Rituelle Gewalt tätig, u.a. bei VIELFALT e.V. in der Beratung von AussteigerInnen. Ich habe viele Parallelen in Ihrem Buch zu unserer Arbeit und unserem Arbeitsfeld gefunden, auch wenn wir in unserem Bereich von einer echten Aufarbeitung noch weit entfernt sind. Vieles ist zunächst erstmal so unglaublich, dass man es nicht wahrhaben kann und will. Ich habe in diesen  ahren sehr häufig die Frage gehört: Wie kann es möglich sein, dass organisierte Täterkreise jahrelang unentdeckt bleiben und schwerste Straftaten begehen? Oft ist die Schlussfolgerung: Das kann es nicht geben (bzw. nur als Fantasien psychisch kranker Menschen). Ich habe viele Betroffene kennengelernt und keinen Zweifel mehr daran, dass es gut organisierte Täterstrukturen in Deutschland (und weltweit) gibt. Auch solche Kreise, die gezielt Kinder foltern, aufspalten, programmieren und abrichten (z.B. für spezielle "Kundenwünsche" in der Zwangsprostitution).
Ich finde Ihr Buch eine ausgezeichnete Argumentationsgrundlage, gerade zu der Frage, wie es denn möglich sein kann, dass da über Jahrzehnte niemand eingreift in ein System von Machtmissbrauch und Gewalt, obwohl es doch zu sehen war... Hilfreich ist natürlich auch, dass es da schon zwei Aufarbeitungskommissionen gab, deren Seriosität nicht angezweifelt wird, und aus denen man zitieren kann in aller nüchternen Klarheit. Ich freue mich, dass sich an so vielen Stellen etwas tut und es so viele hartnäckige, engagierte Menschen gibt.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg, Durchhaltevermögen und engagierte MitstreiterInnen!
Viele Grüße, Claudia Igney, VIELFALT e.V.

 

 

 

 

 

Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am 24.04.14

 

"Es ist ein gutes, wichtiges und zusammenfassendes Buch. In vielen Artikeln werden für mich erneut die Schmerzen und die Bedrängnis der Menschen deutlich, die sexuellen Missbrauch erfahren haben. Es wird auch deutlich, etwa in den Zeugnissen von Pater Siebner und Pater Mertes, wie sehr die Jesuiten sich um Aufklärung und "Bewältigung" bemühen. Ich glaube, dass Sie ein wichtiges Buch geschrieben haben, gerade auch weil es an manchen Stellen "unbequem" ist."

 

 

 

Die Künstlerin Heike Vennemann-Bundschuh stellt für diese Buch-Homepage eine ihrer Zeichungen zur Verfügung (24.04.14):

 

Heike Vennemann-Bundschuh, Missbrauch, 2011
Heike Vennemann-Bundschuh, Missbrauch, 2011

 

Sie schreibt dazu:
"Ihnen danke für Ihre ausgezeichnete und unermüdliche journalistische Arbeit an diesem Buch, das zu lesen kaum auszuhalten war. Ganz besonders schätze ich Ihren Artikel zur Rolle der Medien, der selbstreflektiert und selbstkritisch ist. Ihr zwiespältiges Verhältnis zur eigenen Arbeit hat mich sehr berührt - kenne ich das doch auch aus meinem künstlerischen Bereich: die Frage, was darf, kann ich wie darstellen u n d darf ich es dann auch zeigen? Auch sicherlich heute ein ganz wichtiger Aspekt in Bezug auf die Darstellung von Kindern (insbesonderer nackter) in der bildenden Kunst.
Mich hat selten etwas so desillusioniert wie dieses Buch. Zum Einen in Bezug auf unseren Rechtsstaat, auf den wir doch so stolz sind (siehe Verjährungsfristen,Verschwindenlassen von Beweismaterialien, in Verdachtsfällen obliegt die Beweispflicht dem "Ankläger", Täterschutz steht immer noch vor Opferschutz?). Zum anderen in Bezug auf das Wesen des Menschen. Unfassbar! Und zwar nicht nur das Tun, sondern auch das Gewährenlassen, das Nichthinschauen, das Wegschauen, das Kleinreden, Bagatellisieren, das Schmähen und Beschimpfen der Opfer usw.
Das Lesen des Buches gibt mir allerdings doch wieder etwas mehr Hoffnung, dass es vielleicht doch möglich sein wird, dass diese Art von Machtstrukturen gebrochen werden könnten.
Das Buch sollte Pflichtlektüre für an Schule Interessierte sein.
Weiter wünsche ich Ihnen Stärke und Ausdauer. Ich hänge eine Zeichnung aus 2011 an, die damals zum Thema entstand."

 

 

Heike Vennemann-Bundschuh
Malerei&Druckgrafik

www.kunst-vennemann.de

 

 

 

 

Norbert Denef, Vorsitzender von netzwerkB - Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. (17.04.14):

„Es gibt nur wenige, so wie Ebba Hagenberg-Miliu, die sich dem Thema stellen und langfristig dran bleiben.
Immer nur, wenn in den Medien ab und zu ein Skandal hochgekocht wird, wird geschrieen; doch langfristig nichts getan. Es spricht für die Verlogenheit in dieser Gesellschaft. Die Menschen wollen es nicht wirklich wissen...
 
Genau deshalb lesen sie Bücher wie das von Ebba Hagenberg-Miliu nicht. Viel zu anstrengend. Man könnte ja aufgeklärt werden! Diese Journalistin hat viel Zeit investiert, die Verbrechen an Kindern in kirchlichen Einrichtungen zu beschreiben. Mögen aus solchen Büchern einmal Bestseller werden!"
 

 

 


Beatrix Buttler nach der 1. Buch-Lesung in der Bonner Pauluskirche (09.04.14):


"Opferschutz ist doppelt wichtig: präventiv, um Menschen zu schützen, und nachsorgend, wenn das Schreckliche bereits geschehen ist. Missbrauch und Gewalt geschieht hinter verschlossenen Türen, aber auch sichtbar in der Öffentlichkeit. Viele Menschen sehen und hören nicht 
genau hin, wollen eine Person, eine Institution oder deren Ruf  schützen. Einige beschwichtigen und relativieren.
Opfer dürfen nicht noch einmal Opfer werden. Unumstösslich gilt: Ein Kind kann sich nicht wehren! Sexueller Missbrauch ist eine Straftat und verdient keine Verjährungsfrist!


Was Ebba Hagenberg-Miliu sowie die Autorinnen und Autoren mit ihrem Buch "Unheiliger Berg" geleistet haben, verdient meine hohe  Anerkennung. Die Herausgeberin recherchierte schon sehr früh, hörte hin, spürte nach, sah Unrecht zu einer Zeit, als sexueller Missbrauch, Aufarbeitung und Prävention noch nicht so leicht über die Lippen gingen, zu einer Zeit, in der auch versucht wurde, ein Mantel des Schweigens darüber zu breiten, wo Nachfragen Abwehr erzeugten.

 

Sie hat journalistisch dazu beigetragen, dass Entscheidungen getroffen  wurden, als kein Entkommen mehr möglich war, auf dem langen und noch weiten Weg, die Opfer endlich zu sehen, Schuld zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen, daher ist Frau Hagenberg-Miliu eine Heldin!"


 

 

Anonym schreibt an die Herausgeberin, 09.04.14:

"Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem hervorragenden Buch "Unheiliger Berg", welches ich als ehemaliger Lehrer am Aloisiuskolleg mit großem Interesse gelesen habe. Es erstaunt mich, welch großes Vertrauen Ihnen von fast allen Parteien entgegengebracht worden ist. Ich wünsche meiner alten Schule, dass die Aufarbeitung konsequent vorangeht und auch die aktuellen Amtsträger ihre Rolle in den letzten Jahren selbstkritisch reflektieren (d.h. jegliche Formen von Missbrauch)."

 

 

 

 

Claudia Schmidt-Weigert nach der 1. Buchlesung in der Bonner Pauluskirche (05.04.14):

"Wir möchten uns bedanken für den sehr interessanten Vortrag am Freitag in der Pauluskirche und ihr Engagement in diesem Thema. Die Tatsache, dass Sie viele Beteiligte aus verschiedenen Organisationen zusammenbringen und den Opfern Raum geben, rührt mich. Sehr erhellend finde ich die Betrachtung der strukturellen Dynamiken, welche Anselm Neft sehr anschaulich erklären konnte. Wir haben am Wochenende lange weiter darüber diskutiert. Ich finde es mutig, dass Sie sich diesem unbequemen Thema stellen, Täter-Opferverdrehungen, Mitwisserschaft, Rhetorik, etc. beleuchten, denn hier geht das Thema uns alle an. Ich stelle mir vor, dass Ihnen bisweilen harter Wind entgegen weht... gelten die Opfer und die anderen, die etwas outen, doch schnell als Nestbeschmutzer, dabei beschmutzen sie gar nicht, sondern benennen nur den Schmutz, den andere verursacht haben. Also...vielen Dank auch an Ihr gesamtes Team... wir sind jetzt nämlich auch gespannt aufs Buch :)"

 

 

 

 

Professor Arnfried Bintig, Herausgeber des Aufklärungsberichts "Grenzverletzungen im AKO PRO Scouting des Aloisiuskollegs", 2013 (03.04.14):


„Ich finde, dass es ein großartiges Buch geworden ist.
Besonders die "Breite" der Autorinnen und Autoren beeindruckt mich und zeigt, wie gut Sie als Interviewpartnerin angenommen worden sind und in welchem Umfang Ihre journalistische Arbeit anerkannt ist. Gratuliere dazu.
Auch Ihre Gliederung (und Überschriften) sind mir sehr einleuchtend, wenn ich mir auch jeweils ein paar Zeilen von Ihnen zu Beginn und/ oder am Ende eines jeweiligen (Haupt-) Kapitels gewünscht hätte, ähnlich wie in Kapitel 4 (aber vielleicht war Ihre Abstinenz auch eine kluge Entscheidung).
Schließlich schätze ich auch Ihre eigenen Artikel sehr, besonders Ihre Selbstreflexion angesichts des Suizidversuchs eines Ihrer (unserer gemeinsamen?) Interviewpartner; dies sind für mich - unter einem etwas anderen Blickwinkel - sehr vertraute Themen (nach 25 Jahren psychotherapeutischer und wissenschaftlicher Arbeit mit Opfern wie mit Tätern im Bereich sexueller Übergriffe).
Ich wünsche Ihnen eine gute und breite Resonanz auf Ihr Buch wie auch auf Ihre künftigen Artikel im General-Anzeiger Bonn, die sicherlich leider auch weiterhin notwendig sein werden.“

 

 

 

 

5.0 von 5 Sternen beim Anbieter Amazon:
 
Das Buch „Unheiliger Berg“ liest man nicht einfach zwischen Tür und Angel. Man liest es auch nicht auf dem Arbeitsweg im Nahverkehr. Was die Journalistin Ebba Hagenberg – Miliu sowie die Autorinnen und Autoren des Buchs über den Missbrauchsskandal am Bonner Aloisiuskolleg dokumentieren, verlangt ein breites Kreuz und eine dicke Haut. Denn das Buch „Unheiliger Berg“ nimmt sehr deutlich die Perspektive der betroffenen Menschen ein.

Für den Leser ist diese Perspektive eine Herausforderung. Denn sehr konkret beschreiben die Betroffenen , wie ihre persönliche Integrität verletzt wurde. Publizistin Ebba Hagenberg-Miliu zeigt schon bei den einleitenden Worten die Brisanz der Ereignisse und deren Aufarbeitung in einem Buch auf: „Dieses Buch zeigt, dass es letztlich allen seinen Autoren darum geht, jeglichem Machtmissbrauch auf dem Heiligen Berg die Rote Karte zu zeigen. Und den Betroffenen das Leben endlich lebenswert zu machen. Wie destruktiv erlebter Missbrauch heute noch wirkt, wurde mir übrigens während der Buchproduktion erneut schmerzhaft klar: als einer der Betroffenen sich das Leben zu nehmen versuchte.“ (9)

Das Bonner Aloisiuskolleg gilt seit vielen Jahren als Eliteschule. Es ist sicher für viele Menschen eine ausgezeichnete Vorbereitung für das Leben gewesen. Doch wie hemmend muss es gewesen sein für diejenigen, die von Grenzüberschreitungen betroffen gewesen sind. Es ist in dieser Schule immer wieder von einem besonderen Geist die Rede gewesen, der so manche Biographie geprägt haben mag. Für die Gegenwart scheint entscheidend, wie Verantwortung wahrgenommen wird. Johannes Siebner, der als Jesuit der derzeitige Rektor des Bonner Aloisiuskollegs ist, unterstreicht: „Wir müssen Wachsamkeit einüben. Und wir haben gelernt, dass Wachsamkeit geboten und möglich ist, auch ohne konkreten Anlass oder Verdacht.“ (194)

Wie schwierig es ist, die eigene Verantwortung wahrzunehmen, wird in den Betrachtung des Jesuitenpaters Klaus Mertes deutlich. Mertes ist selber Schüler am Bonner Aloisiuskolleg gewesen, ist heute Rektor des Jesuitenkollegs in Sankt Blasien und ist für die Aufdeckung des Missbrauchsskandal der Jesuiten verantwortlich. Er räumt ein, dass er in der Vergangenheit manches offenbar nicht in seiner Dramatik wahrgenommen hat. Er wendet den Blick in Gegenwart und Zukunft, wenn er schreibt: „Ich setze also meine Hoffnung darauf, dass immer mehr Mitwisser von meiner Sorte – Altschüler, Jesuiten, Eltern, Lehrer – sich der Wahrheit über das eigene Mitwissen stellen und darüber sprechen. Wir selbst müssen durch unser eigenes Nachsinnen und Sprechen eine Atmosphäre herbeiführen, in der es möglich wird, dass wir uns als Schwache zeigen – als solche, die etwas übersehen haben; die etwas nicht begriffen haben; die Ahnungen, mulmige Gefühle zurückgewiesen und Signale überhört haben. Es gibt Wichtigeres als zu den Unschuldigen zu gehören.“ (202)

Was Ebba Hagenberg – Miliu mit dem Buch „Unheiliger Berg“ mit dem Blick auf die Aufarbeitung skandalöser Ereignisse getan hat, stünde vielen Gemeinschaften und Institutionen gut zu Gesicht, in denen Vernachlässigung und Missbrauch einmal Alltag gewesen sein muss. Solche Projekte sind immer nur Annäherungen an die Wahrheit. Vor allem aber sind sie Dokumentationen dafür, dass man sich stellen will und Menschen wie Institutionen wieder Perspektiven eröffnen will.
 

 

 

Pater Christian Herwartz SJ, Berlin (26.03.2014):

 

"Im Nachinein ist dieses Buch auch eine Bestätigung für unsere damals nicht mehrheitsfähigen Schritte in die Öffentlichkeit.
Jetzt kommt Luft an die Wunden, und sie mögen von innen her heilen. Die Zeit der Verleugnung möge immer mehr zu Ende gehen. Leider sucht sie immer neue Opfer, die Schweigespirale. Danke für Ihren Mut, dranzubleiben."

 

christian.herwartz | Aufmerksamkeit rundum und in uns

 

 

 

 

Angelika Oetken, Sprecherin des Betroffenenbeirates sexueller Missbrauch, Berlin (23.03.14):

 

"Tolle Mischung und außerordentlich gelungen! Wer dagegen anschreiben will, muss sich jetzt wirklich Mühe geben ;-)"

 

 

 

Pater Godehard Brüntrup SJ (21.03.14):


"Das Buch dokumentiert den Stand der Diskussion nach 4 Jahren. Es ist daher ein wichtiges Dokument. Hinter diesen Stand kann nun keiner mehr zurück. Es liegt schwarz auf weiss vor. Das ist enorm wichtig.
Beide Bücher ("Unheilige Macht" und "Unheiliger Berg") waren Meilensteine in der Debatte. Ich bin sicher, dass der Band
"Unheiliger Berg" nun die Gespräche auf eine neue Ebene heben wird. Auch diejenigen, die nach außen abwiegeln oder nach innen blockieren, werden es trotzdem klammheimlich lesen und sich manchem stellen müssen. Von daher erwarte ich Bewegung in den nächsten Monaten."

 

 

 

 

Kommentar des Journalistenkollegen Christoph Fleischmann:

 

Die Jesuiten und der Missbrauch - eine unabgeschlossene Geschichte.

Stella Rheni
Ein hervorragendes Buch hat die Bonner Kollegen Ebba Hagenberg-Miliu da herausgegeben: Über die Jesuiten und den Missbrauchsskandal am Bonner Aloisiuskolleg. Da kann man viel darüber lernen, wie im Jesuitenorden mit dem Thema umgegangen wurde und wird. Außerdem werden - besonders in dem Gespräch mit dem Internatsleiter Christopher Haep einige neue Details offenkundig.
Als Einstieg ins Thema kann ich auf mein Feature über die Jesuiten und den Missbrauch verweisen, das auf WDR 5 lief 8siehe Rezensionen).

 

Christoph Fleischmann

 

 

 

AKO-Altschüler (18.03.14):

"Als ehemaliger Akoschüler (1960er Jahre) weiß ich Ihre subtile Recherche sehr zu schätzen und bin überzeugt, dass dadurch ein anderes Bewußtsein, Offenheit und Ehrlichkeit entstanden sind, damit das Geschehene sich niemals wiederholen möge."

 

 

 

 

AKO-Altschüler am 18.03.14 auf facebook:

"Hört doch endlich auf mit diesem leidigen Thema. Die AKO-Geschichte ist längst abgefrühstückt. Der Täter ist tot."